1. Mai 2020 - gemeinsam für Solidarität
„Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik wird der 1. Mai nicht mit zentralen Demonstrationen der Gewerkschaften gefeiert. Ich rufe alle Arbeitnehmer*innen auf, sich an den dezentralen und digitalen Aktionen von Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Bündnissen zu beteiligen. Gerade jetzt müssen wir gemeinsam für Solidarität, gute Arbeit und Gerechtigkeit streiten“, sagt Ralf Plötner, Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. „Die Corona-Pandemie hat offengelegt, dass Beschäftigte in den Berufen, auf die wir jetzt alle am meisten angewiesen sind, zu wenig Lohn und gesellschaftliche Anerkennung erhalten." betont der Abgeordnete.
Die Linksfraktion im Landtag erneuert am Tag der Arbeit ihre Forderungen nach einem Krisenzuschlag für systemrelevante Beschäftigte. „Wir schlagen einen schnell umzusetzenden, bundeseinheitlich geregelten Krisenaufschlag vor, der monatlich steuerfrei für die Dauer der Pandemie gewährt werden soll. Hier ist der Bund gefordert“, so Plötner. Zugleich schlägt die LINKE eine sozial gestaffelte Erhöhung des Kurzarbeitergeldes für alle betroffenen Beschäftigten bei öffentlichen und privaten Arbeitgebern vor.
„Trotz aller Unsicherheiten in dieser beispiellosen Krise dürfen wir nicht die Zukunft aus den Augen verlieren. Es darf kein ‚Weiter so‘ nach der Pandemie geben. Die milliardenschweren Wirtschaftshilfen des Bundes müssen an Bedingungen geknüpft werden. Es darf keine betriebsbedingten Kündigungen oder Gewinnausschüttungen an Aktionäre geben“, betont Plötner.

