Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Altenburg Rechtsaußen

Antifaschistische Recherchen haben in einem Blogbeitrag die sogenannten Montagsspaziergänge durchleuchtet. Besonders wurden die Personenkreise hinter der Organisation der nicht Rechtskonformen Versammlungen betrachtet.

Somit wurde klar, wie auch bereits im Vorfeld beobachtet, dass sich die Teilnahme und direkte Unterstützung dieser Proteste keineswegs aus besorgten Eltern oder freundlichen Nachbar*innen bildet sondern von bekannten Gesichtern der extremen Rechten sowie Vertreten des rassistischen Altenburger Bürgerforums besetzt ist.

„Krisen wirken politisch polarisierend, und stellen somit ein gefundenes Fressen für ultrarechte Kräfte dar um heute, wie auch schon 2015, unter dem Deckmantel der Besorgnis die Unsicherheiten in der Gesellschaft für ihre Zwecke zu missbrauchen und um zusätzliche Köpfe zu rekrutieren.“ meint der Altenburger Landtagsabgeordnete der LINKEN Ralf Plötner.

Unter den Spaziergängern befanden sich unter anderem einer der Wegbereiter des NSU und Hammerskin Thomas Gerlach wie auch die Gründerin der mittlerweile inaktiven Frauen-Neonaziorganisation “Mädelring Thüringen” Marlen Gerlach.
Auf diese Personen geht zusätzlich die Organisation des „impfkritischen Stammtischs Altenburg“ zurück sowie auch eine durch den Kurier als Kunstprojekt benannte Aktion auf dem Altenburger Marktplatz zu welcher mehrere Menschen gehüllt in weiße Kittel und ausgestattet mit schwarz weiß roten Armbinden eine dystopische Szenerie zeichneten.

„Journalistische Recherche-Arbeit wie sie durch diesen Artikel geführt wurde ist unglaublich wichtig. Es muss endlich aufgeklärt werden woher der Wind bei diesen Veranstaltungen weht, wer dahinter steht und welche Gefahr von der gesellschaftlichen Normalisierung von Faschist*innen ausgeht.“, so Plötner.
Der Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der LINKEN im Altenburger Land sieht, wie viele seiner Mitglieder, mit wachsender Sorge die zunehmende Radikalisierung unter den Spaziergängern in Altenburg und kritisiert scharf, dass es als legitim zu gelten scheint Seite an Seite mit bekannten Neonazis zu marschieren.

Plötner schließt mit den Worten:

„Den Weg aus der Pandemie schaffen wir nur gemeinsam und solidarisch, nicht aber durch einen Schulterschluss mit der extremen Rechten. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese noch weiter erstarkt und müssen dem aufklärerisch und entschieden entgegentreten.“ 

Die Rechercheergebnisse sind online unter https://altenburgrechtsaussen.noblogs.org/coronaleugner/ zu finden.